Klang-Räume


Haus der Stadt, Düren
Schloss Burgau, Niederau
Pfarrkirche St. Mariä Heimsuchung, Frauwüllesheim
Pfarrkirche St. Joachim, Düren
Pfarrkirche St. Marien, Düren
Pfarrkirche St. Michael, Lendersdorf

Haus der Stadt

1991 wurde nach zweijähriger Bauzeit das Haus der Stadt seiner Bestimmung als Theater, Konzertsaal, Tagungsraum und Ballsaal übergeben. Der Abriss des im zweiten Weltkrieg fast völlig zerstörten Theaters am Hoeschplatz hatte einen Neubau erforderlich gemacht.

Das Haus zeichnet sich durch außerordentliche Vielseitigkeit aus. Herunter fahrbare Wände, unterschiedlichste Bestuhlungsmöglichkeiten, komplette Bühnentechnik, Seminar- und Vereinsräume, ein angeschlossenes Jugendzentrum und die im Gebäude befindliche Stadtbücherei, die zum Theater geöffnet werden kann, bieten die Vorraussetzung für eine Bespielung auf hohem Niveau. Dank der ausgezeichneten Akustik eignet sich das Haus der Stadt für Opern- und Konzertaufführungen ebenso wie für Tagungen, repräsentative Festveranstaltungen und Bälle.

Haus der Stadt, Düren  
Musik- und Veranstaltungsmanagement (MVM) Theaterkasse
Frau Rothmaier-Szudy Frau Schliephake
Stefan-Schwer-Straße 4 Stefan-Schwer-Straße 4
52349 Düren 52349 Düren
   
Telefon: 02421 25-1383 Telefon: 02421 25-1375
Telefax: 02421 25-1375 Telefax: 02421 25-1375
   

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Schloss Burgau, Niederau

Als "Motte", einer frühmittelalterlichen Wasserburganlage, wurde Schloss Burgau vermutlich durch die Herren von Heinsberg errichtet und als Lehen an die Familie von Auwe abgetreten, die als erste Herren des Schlosses 1374 erwähnt wurden. Später bewohnten die Familien von Elmpt, von Wolf-Metternich und von Keyserlink die Burg, die im Jahr 1917 von der Stadt Düren gekauft wurde. Im 14. Jahrhundert wurde der älteste heute noch erhaltene Teil der Burg, der Wohnturm des Südflügels, aus rotem Sandstein erbaut. Die übrigen Teile der Burg stammen aus dem 15.und 16. Jahrhundert, die dreiflügelige Vorburg aus Backstein wurde 1685 – 1699 errichtet.

Das im zweiten Weltkrieg stark beschädigte Schloss, dessen Wiederaufbau seit 1976 auf eine Initiative der Niederauer Vereine zurückgeht, gehört heute zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt Düren. Malerisch im Burgauer Wald gelegen, bietet es mit unterschiedlichsten Veranstaltungsräumen sowohl in der Vorburg als auch in der Hauptburg ein reizvolles Ambiente für Veranstaltungen aller Art.

Schloss Burgau
Herr Goertz
Musik- und Veranstaltungsmanagement (MVM)
Von-Aue-Str. 1
52355 Düren

Telefon: 0160-91764450

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Pfarrkirche St. Mariä Heimsuchung, Frauwüllesheim

Die Endung des Ortsnamens auf "heim" weist in karolingische Zeiten zurück. Urkundlich wird der Ort Frauwüllesheim erstmals im Jahr 1200 erwähnt, bereits seit 1123 soll dort eine Kapelle gestanden haben. Das Dorf Frauwüllesheim soll jedoch schon Bestandteil der Schenkungen der im Jahr 725 verstorbenen heiligen Plectrudis, der Ehefrau Pippin des Mittleren, an das Kloster St. Maria im Kapitol gewesen sein.

Die jetzige Kirche wurde von Kölner Dombaumeistern geschaffen. Der innere Gewölbebau ist von besonderer Schönheit. Das Langhaus hat drei Achsen; der Chor, niedriger als das Langhaus, ist mit fünf großen Fenstern versehen. Die Gewölbe mit reich gegliederten Säulenbündeln steigen beschwingt in die Höhe, die 12 Kapitelle zeigen jeweils ein anderes Pflanzenornament. Unter den Schlusssteinen im Gewölbe fallen ein Frauengesicht im Chor, ein Männergesicht im Langhaus und eine Teufelsfratze im Triumphbogen auf.

Eine besondere Kostbarkeit sind die Figuren der heiligen Drei Könige, offenbar Arbeiten eines Meisters der Kölner Schule. Die Akustik in der kleinen Kirche ist ausgezeichnet. Die intime Atmosphäre des gotischen Kirchenraums ist besonders geeignet für kammermusikalische Besetzungen, insbesondere der Barockmusik, und lockt immer eine große Zahl von Zuhörern zu den Konzerten der Cappella Villa Duria.

Text: Dr. Telse Zimmermann

Pfarrkirche St. Mariä Heimsuchung
52388 Nörvenich-Frauwüllesheim

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Pfarrkirche St. Joachim, Düren

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Stadtteil Düren-Nord stetig. Durch die bereits 1841 in Betrieb genommenen Eisenbahnlinie Köln-Aachen siedelten sich zahlreiche Industriebetriebe in der Nordstadt an, u.a. die Papierfabrik in der Walzmühle, die Zuckerfabrik, die Glashütte und die Metallwerke. Dazu kam die Gründung der Rheinischen Blindenanstalt und des Landeskrankenhauses. Die rasch wachsende Bevölkerung des Stadtteils gehörte zunächst noch zur Pfarre St. Marien.

1883 gründete sich ein Kirchbauverein, um sich für den Bau einer neuen Pfarrkirche einzusetzen. Nach den Entwürfen von Regierungsbaumeister Heinrich Krings konnte 1895 mit dem Bau der neuen Kirche im neoromanischen Stil begonnen werden. 1897 wurde die Kirche, die dem heiligen St. Joachim geweiht wurde, feierlich ihrer Bestimmung übergeben.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche stark beschädigt. Die vier größten der fünf Bronzeglocken waren bereits 1942 zum Einschmelzen abtransportiert worden; glücklicherweise blieben sie erhalten und konnten nach dem Krieg unversehrt aufgehängt werden. 1992 wurde die alte Orgel durch ein von Orgelbauer Johannes Klais aus Bonn erbautes zweimanualiges Instrument mit 34 Registern ersetzt.

In der Akustik der St. Joachimskirche mit einem besonders langen Nachhall entfaltet die Orgel ein großartiges Spektrum von Klangfarben gepaart mit einer differenzierten Klangdynamik von feinsten pianissimo-Registern bis zum Raum füllenden Volumen der vollen Register. Mit Orgelmusik der Romantik und Spätromantik, im Zusammenspiel mit Trompete oder Posaune sind die Konzerte in St. Joachim ein Bonbon für jeden Orgelmusikliebhaber.

Eine besondere Attraktion ist das Konzert zum Jahreswechsel am Silvesterabend um 18 Uhr, das Cappella Villa Duria als Benefizkonzert zugunsten gemeinnütziger Einrichtungen veranstaltet.

Pfarrkirche St. Joachim
Joachimstraße
52353 Düren

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Pfarrkirche St. Marien, Düren

Die Marienkirche muss bis zu ihrer Zerstörung am 16. November 1944 prachtvoll gewesen sein! Der Franziskanerorden in Köln begann 1459 mit dem Bau der Kirche und nannte sie „die Kirche zur Heiligen Magdalena in Bethanien“. Im Norden schloss sich ein Kloster an, das aus vier Gebäuden um einen quadratischen Innenhof bestand und als Krankenhaus, Schule und Bibliothek diente. 1533 litten Kirche und Kloster durch einen Brand; der Wiederaufbau war jedoch schon 1537 beendet. Paul Clemen lobt in dem 1907 erschienenen Buch „Die Kunstdenkmäler des Kreises Düren“ vor allem die prachtvollen Glasfenster.

Im Rahmen der Säkularisation wurde das Kloster 1802 aufgehoben; 1831 wurde jedoch die Kirche neu geweiht und erhielt den Namen „Marienkirche“. Nach der bis auf Turmreste vollständigen Zerstörung begann 1949 der Wiederaufbau. Es wurden alte Rotziegel verwendet, die nicht verputzt wurden. Aus dem Süd- und Mittelschiff entstand ein rechteckiger Langbau mit Holzdecke und einer stählernen Dachkonstruktion. Das schmale Nordschiff ist durch 6 Joche aus Ziegeln abgegrenzt, im Osten verkürzt durch die Sakristei. Die Fenster des geraden Chors zeigen verschiedene Blattmotive in blau und grau, die des Langhauses sind klein und bis auf wenige einsprengte Farbmotive klar. Die Ausstattung ist reichhaltig, zu erwähnen ist eine Kreuzigungsgruppe aus dem 16. Jhdt. sowie die Holzplastik des Heiligen St. Rochus.

Die Marienkirche stellt ein meisterhaftes Beispiel des Wiederaufbauwillens der Dürener Bevölkerung dar und ist durch ihre hervorragende Akustik für Aufführungen großer Oratorien besonders geeignet.

Text: Dr. Telse Zimmermann

Pfarrkirche St. Marien
Hoeschplatz
52349 Düren

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Pfarrkirche St. Michael, Lendersdorf

Im Jahr 1005 schenkte Kaiser Heinrich II dem Adalbertstift in Aachen Güter in Lendersdorf. Die Pfarrkirche wird urkundlich erstmals im Jahr 1122 genannt; zu diesem Zeitpunkt war das Patronat im Besitz des Aachener Stifts. Der Name St. Michael weist auf das hohe Alter der Kirche hin, ebenso wie die große Ausdehnung des Kirchspiels über Rölsdorf, Langenbroich, Hürtgen, Schevenhütte bis Vicht. 1348 schenkte Markgraf Wilhelm von Jülich das Patronat dem Stift zu Nideggen, dem es bis zur Säkularisation unter Napoleon angehört hat. Von 1423 bis 1843 wurde an der Kirche gebaut.

Der Besucher findet jetzt eine dreischiffige Basilika aus Bruchstein mit fünffenstrigem Chor und zwei ursprünglichen Seitenjochen. Die beiden Joche des alten Langhauses haben über den Seitenschiffen Giebel und Satteldächer. An beiden Seiten finden sich vermauerte Türen. Im Inneren hat das Mittelschiff Kreuzgewölbe mit Schienenrippen, das südliche gleichfalls, das nördliche ist vernetzter geschlossen. Die Innenausstattung ist sehr reichhaltig. Die Lendersdorfer bestellten 1520 bei dem Lübecker Altarmeister Benedikt Dreyer (1485-1555) einen dreiteiligen, reich geschnitzten Flügelaltar, der im Mittelschrein das Jüngste Gericht mit der beherrschenden Figur des Erzengels St. Michael als Seelenwäger zeigt.

Die Pfarrkirche St. Michael ist ausgezeichnet geeignet für Aufführungen von a capella Kompositionen der Rennaissance, des Barock und der Frühklassik.

Text: Dr. Telse Zimmermann

Pfarrkirche St. Michael
52355 Düren-Lendersdorf

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