Gründung

Nichts ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.
Victor Hugo

Seit 1997 steht der Name CAPPELLA VILLA DURIA für ein umfangreiches klassisches Konzertprogramm in der Stadt Düren, mittlerweile bekannt für seine musikalische Qualität und interessante Programmgestaltung.

Nach kontinuierlicher und systematischer Aufbauarbeit mit dem Madrigalchor der Musikschule Düren war für Johannes Esser, damals Leiter der Musikschule,1993 ein Punkt erreicht, an dem ein neuer Antrieb zur Leistungssteigerung gefunden werden musste. Oberstes Ziel sollte das gute musikalische Ergebnis sein. 

Der Name CAPPELLA VILLA DURIA markierte den Beginn einer neuen Konzerttradition in Düren. Träger des Konzertforums wurde der Förderverein der Musikschule; ein Kooperationsvertrag mit der Stadt Düren von der Spielzeit 2005/2006 an gab dem neuen “Konzertforum der Stadt Düren“ planerische Sicherheit.

Mit dem Mozart-Requiem fing es an. Das Benefizkonzert zugunsten der Kriegsopfer in Bosnien am 16. November 1994, dem 50. Jahrestag der Zerstörung Dürens in der Marienkirche, war das erste große Konzert der CAPPELLA VILLA DURIA.

Das Jahr 1995 bot bereits ein Abonnementsystem für sechs Konzerte an. Das erste vollständige Jahresprogramm erschien für die Spielzeit 1997/98. Die erste konzertante Aufführung unter dem Titel "Belcanto" war 21. Juni 1998 die Operette "Der Vogelhändler". Weitere konzertante Aufführungen waren "Der Vetter aus Dingsda" (21. Juni 1999), "Hänsel und Gretel" (20. Juni 2000), "Zar und Zimmermann" (23. Juni 2001), "Die Zauberflöte" (23. Juni 2002), "Die Entführung aus dem Serail" (6. Juli 2003), "Der Zigeunerbaron" (20. Juni 2004).

Künstlerisch beraten und unterstützt von Kammersänger Prof. Kurt Moll (gestorben am 5. März 2017) entwickelte sich das vom Förderverein der Musikschule unter der Federführung von Dr. Gisela Hagenau getragene Konzertforum von Jahr zu Jahr weiter. Vom traditionellen Neujahrskonzert über das klassische Oratorienrepertoire und die konzertant aufgeführte Oper bis hin zu Kammerkonzerten auf Schloss Burgau oder der kleinen gotischen Kirche in Frauwüllesheim und den Freitagskonzerten im Foyer im Haus der Stadt reicht mittlerweile das Angebot der CAPPELLA VILLA DURIA.

Das Belcantoprojekt "Schule macht Oper", bei dem Schülerinnen und Schüler des Stiftischen Gymnasiums die konzertante Oper durch Moderation, szenische Einschübe, den Entwurf der Plakate und Programmhefte mitgestaltetem, wurde zu einem Vorzeigemodell für innovative Projekte der Musikvermittlung in NRW.  Die folgenden Opern wurden konzertant aufgeführt: Freischütz (2005), Die Hochzeit des Figaro (2006), Zar und Zimmermann (2007),  Die verkaufte Braut (2008).

Die weitreichenden Beziehungen von Johannes Esser und Kurt Moll brachten junge Künstler aus der ganzen Bundesrepublik nach Düren, die die persönliche Atmosphäre unserer Konzerte besonders schätzen. Diese Erfolgsstory der CAPPELLA VILLA DURIA wurde möglich durch das Vertrauen, das die ersten Sponsoren, die Sparkasse Düren, RWE und Stadtwerke in die Verantwortlichen setzten. Zusätzlich halfen Firmen mit Inseraten in den Programmheften. Die in ehrenamtlicher Tätigkeit erfolgende Verwaltung und Organisation der Konzerte sowie die moderaten Honorare der Musiker tragen wesentlich dazu bei, dass sich diese Vielseitigkeit entwickeln konnte. Seit einigen Jahren verdeutlichen ein Zuschuss sowie ein Kooperationsvertrag die Anerkennung der Stadt Düren.

Ein besonderer Höhepunkt der Konzerttätigkeit der CAPPELLA VILLA DURIA war neben den Aufführungen der großen Oratorien von Johann Sebastian Bach zum Bachjahr 2000, umrahmt von hochkarätigen Kammerkonzerten, die Wiederaufführung des großen spätromantisch-expressionistischen „Te Deum“ von Walter Braunfels nach 50 Jahren im Jahre 2002, das vom WDR aufgezeichnet und gesendet wurde. Ein besonderes Anliegen von Johannes Esser ist die Entdeckung unbekannter, jedoch sehr hörenswerter Oratorien wie des Requiem von Franz von Suppé.

Seit der Saison 2004/2005 erscheint das Konzertforum zusammen mit dem städtischen Angebot im neu entwickelten Kulturkalender „Spielzeit“. Die aktuelle "Spielzeit" finden Sie auf unserer Homepage.

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