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Tango - eine feurige Leidenschaft

Datum:28.01.2014
Zeitung:Dürener Zeitung
Konzertabend mit Pablo Campora und Gonzalo Gravina auf Schloss Burgau




Düren. Einen besonderen Konzertabend bot die Cappella Villa Duria auf Schloss Burgau mit „Tango und mehr“. Die beiden Künstler Pablo Campora (Gitarre) und Gonzalo Gravina (Klavier), den Dürener Tango-Begeisterten wegen mehrerer Konzerte gut bekannt, entführten das Publikum im voll besetzten Konzertsaal des Schlosses in ihre Heimat Uruguay. 

Bereits mit dem ersten Tango wurden die Zuhörer vom sich bewegenden Rhythmus des Tangos eingenommen. Die Melodien flossen hin und her zwischen Gitarre und Klavier, so dass das für den Tango eher ungewöhnliche Klavier genauso zum Soloinstrument wurde.

Wer gedacht hatte, er käme „nur“ zu einem Konzertabend, hatte sich getäuscht. Denn in seiner charmant unterhaltsamen Art nahm Pablo Campora das Publikum mit in die Welt der lateinamerikanischen Musik und erzählte von den Wurzeln des Tangos. So erfuhren die Zuhörer Interessantes über den „Estilo“, über die „Milonga“ und über den „Candombe“. Und wenn das Duo dann nach einer kurzen Einführung zu spielen begann, ließ die Musik Bilder entstehen: Bilder von spanischen Eroberern, Bilder von Indios und Bilder von Sklaven.

„Rhythmus verbindet alle Länder Südamerikas miteinander“, erläuterte Campora, und die Zuhörer spürten, wie die bewegte Geschichte Lateinamerikas in der Musik ihren Ausdruck findet. Damit lebte dieser einzigartige Konzertabend nicht nur vom virtuosen Beherrschen der Instrumente, sondern auch von der Ausdruckskraft der fein abgestimmten Interpretationen der Künstler. Das Konzert in Düren war das letzte ihrer einmonatigen Tournee, bevor die Künstler wieder nach Uruguay fliegen. „Doch Heimat ist überall da, wo man sich wohlfühlt. Ich bin in Köln aufgewachsen und komme jedes Jahr gerne zurück. Wenn ich in Köln aus dem Flugzeug aussteige, ist es, als wäre ich wieder zu Hause, genau so in ist es auch Uruguay“, erzählte Campora glücklich.

Magisches Erlebnis
Diese einzigartige Atmosphäre zwischen den Zuhörern und den Musikern machte den Konzertabend zu einem magischen Erlebnis. Wen wundert es da, dass das authentische Duo, das die Bandbreite von der tiefen, sanften Melancholie bis zur feurigen Leidenschaft des Tangos voll ausschöpfte, bereits eine große Fan-Gemeinde in Düren hat. (mh)

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