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Kammermusik in absoluter Perfektion

Datum:11.02.2014
Zeitung:Dürener Zeitung
Die vier Pultsolisten der Berliner Philharmoniker begeistern bei einem Konzert im Haus der Stadt in Düren. Musik von Guiseppe Verdi und Maurice Ravel.




Von Sandra Kinkel

Düren. Leicht, aber unglaublich präzise, virtuos und technisch absolut perfekt – die vier Pultsolisten der Berliner Philharmoniker ließen das Publikum bei ihrem Konzert in Düren phasenweise fast den Atem anhalten. So schön war die Musik. Daniel Stabrawa, Christian Stadelmann (beide Violine), Neithard Resa (Bratsche) und Dietmar Schwalke (Cello) waren auf Einladen des Konzertforums „Cappella Villa Duria“ unter der Leitung von Johannes Esser zu Gast an der Rur. Auf dem Konzertprogramm standen das Streichquartett in g-moll („Reiterquartett“) von Joseph Haydn, das „Streichquartett a-moll opus 13“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy und das einzige Streichquartett, das Guiseppe Verdi geschrieben hat.

Vor fast 30 Jahren gegründet
Seit seiner Gründung vor fast 30 Jahren hat sich das „Philharmonia Quartett“ mit den Pultsolisten der Berliner Philharmoniker zu einem der weltweit renommiertesten Streichquartette etabliert. Und diesem Ruf wurden die vier Musiker auch in Düren mehr als gerecht. Daniel Stabrawa, Christian Stadelmann, Neithard Resa und Dietmar Schwalke begeisterten mit einem absolut perfekten Zusammenspiel, das durch eine fast schon unmenschlich scheinende Perfektion bestach.

Die Spannung, die dieses Quartett aufbaute, war mit den Händen greifbar, die Menschen im Publikum im gut besuchten Haus der Stadt von diesem besonderen Zauber absolut begeistert. Manchmal hatte man den Eindruck, als seien die vier Streichinstrumente in ein Gespräch vertieft – mal sanft und friedlich plaudernd, dann wieder kontrovers diskutierend. Die Menschen im Haus der Stadt jedenfalls waren absolut aufmerksam, man hätte eine Stecknadel fallen hören können. „Ich habe selten so etwas Schönes gehört“, sagte Helene Breuer, die eigens aus Kerpen ins Haus der Stadt gekommen war. „Das ist wirklich Musik auf allerhöchstem Niveau. Besser und perfekter geht Kammermusik eigentlich nicht.“

Kein Wunder also, dass die vier Solisten der Berliner Philharmoniker am Ende des Konzertes nicht ohne Zugabe entlassen wurden. Und weil mit Haydn, Mendelssohn-Bartholdy und Verdi schon die Länder Österreich, Deutschland und Italien musikalisch besucht worden waren, ging es zum Abschluss eines wunderbaren Abends noch nach Frankreich. Und zwar mit dem letzten Satz „Vif et agité“ des einzigen Streichquartetts von Maurice Ravel.

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