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Ein stimmungsvoller Start in die Session

Datum:13.11.2014
Zeitung:Dürener Zeitung
Zum siebten Mal präsentieren „Närrische Norddürener“ und Cappella Villa Duria ein Konzert am Elften im Elften. Ausverkauftes Haus.




Düren. „Heimweh noh Kölle“ hatte am Dienstagabend im Haus der Stadt in Düren mit Sicherheit keiner der rund 600 Anwesenden. Stattdessen genossen die Besucher im ausverkauften Saal das Programm, das sicherlich auch der Domstadt gut zu Gesicht gestanden hätte. Die KG „Närrische Norddürener“ richtete die konzertante Eröffnung der Karnevalssession 2014/2015 mit der Cappella Villa Duria (CVD) bereits zum siebten Mal und in bewährter Manier aus.

Zweistündiges Programm

Den musikalischen Startschuss gab das Sinfonische Blasorchester der Musikschule Düren (SBO) unter Leitung von Renold Quade rein instrumental mit Titeln, die einst Willy Schneider komponierte. Bei „Einmal am Rhein“, „Kornblumenblau“ und „Wenn das Wasser im Rhein goldner Wein wär“ stieg rasch der Stimmungspegel im Saal. Das gut harmonierende Blasorchester, dem einige Profimusiker angehören, glänzte und lieferte ganze Arbeit ab. Professor Dr. Herbert Schmidt, Präsident der „Närrischen Norddürener“, führte durch das gut zweistündige Programm. Er setzte in Büttenrednermanier auf Lokalkolorit, was beim Publikum bestens ankam. Düren sei gerade in den vergangenen Monaten sehr viel spannender geworden, betonte der Präsident. Es mache auch wieder richtig Laune, in die hiesigen Zeitungen zu schauen. Ein Grund dafür sei auf jeden Fall die politische Konstellation „Ampel plus“ in Düren. Herbert Schmidt sinnierte auf offener Bühne: „Was passiert, wenn man der Ampel plus die Sahara übertragen würde? Zehn Jahre lang würde gar nichts passieren, und dann würde der Sand knapp.“

Als einen ersten Höhepunkt des Abends begrüßte der Moderator den elfjährigen Kölner Karnevalssänger Stefan Dahm. Noch am Vormittag des gleichen Tages hatte der Junge 40 000 Zuschauer in Köln beim Sessionsauftakt begeistert. Bereits im Alter von sechs Jahren stand der Junge auf der Bühne. Sein Grundschullehrer Bruno Prass, selbst ein Vollblutkarnevalist, hatte das Talent entdeckt und gefördert.

Herbert Schmidt erlebte Stefan Dahm im vergangenen Jahr im Kölner Gürzenich und war so begeistert, dass er ihn vom Fleck weg für die Sessionseröffnung in Düren engagierte. Routiniert präsentierte der Junge sein Programm. Er startete mit dem Titel „Dä Papa will nach Afrika“, dann sang er „Ich steh op Kölle“ und „Endlich wieder Fasteleer“. Besonderen Applaus erhielt er für fetzigen „Kamelle Rap“ und für den Evergreen „Ich bin ene Kölsche Jung“, der ein absolutes Gänsehautgefühl hervorzauberte.

Auch das weitere Programm hielt viele hervorragende, karnevalistische Einlagen bereit. So löste Johannes Esser, Leiter der CVD, eine Wette ein. Er hatte anlässlich der Fußballweltmeisterschaft im vergangenen Sommer versprochen: „Wenn Deutschland Weltmeister wird, dann singe ich öffentlich Fußball-Lieder.“ Mit dem SBO und den CVD-Hofsängern schmetterte Esser „Auf uns“ und „An Tagen wie diesen“. Damit war er seine Wettschulden los.

Begeistert waren die Zuschauer zudem von „Sakkokolonia“, bestehend aus Dr. Bettina Wagner und Theo Krumbach. Die beiden trugen sogenannte „Kölsche Krätzchen“ vor, also kleine, witzige Begebenheiten, die nur das Leben schreibt. (gkli)

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