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Mühelos und extrem präzise - Klavierabend mit Anna Rita Hitaj

Datum:18.09.2012
Zeitung:Dürener Zeitung
Die albanische Pianistin Anna Rita Hitaj begeisterte die Zuhörer auf ihrem Klavierkonzert am 16. September 2012

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Die 17-jährige albanische Pianistin Anna Rita Hitaj begeistert als Gast des Dürener Konzertforums auf Schloss Burgau. Bei technisch schwierigen Klavierwerken von Mozart und Liszt zeigt sie ihr ganzes Können.

Von Lisa Pütz

Düren-Niederau. Sie hat mehrmals den ersten Platz bei Nachwuchswettbewerben gewonnen: 2011 sicherte sich Anna Rita Hitaj als mit Abstand jüngste Teilnehmerin den vierten Platz im internationalen Liszt-Wettbewerb in Italien, mit dem „Jungen Sinfonieorchester Aachen“ hat sie bereits gespielt und bei einem Tschaikowsky-Klavierkonzert des albanischen Nationalen Rundfunksymphonieorchesters hat sie als Solistin mitgewirkt: Die 17-jährige Pianistin, die bereits mit vier Jahren die ersten Unterrichtsstunden von ihrer Mutter, der renommierten Klavierlehrerin Enkelejda Hitaj, erhielt, gehört gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Laida zu den größten musikalischen Nachwuchstalenten Albaniens.

Nachdem sie 2010 im Rahmen des Neujahrskonzertes der Cappella Villa Duria ihr Orchesterdebüt als Solistin gegeben hatte, trat sie am Sonntagabend nun als Gast des Dürener Konzertforums auf Schloss Burgau auf.

Als Ehrengast war Franz Mohr, der ehemalige Cheftechniker des amerikanischen Klavierherstellers Steinway & Sons, anwesend. Am Vorabend der Feier zu Ehren seines 85. Geburtstages stimmte der gebürtige Dürener selbst das Klavier, auf dem Hitaj spielte.

Bestandteile des Konzerts der jungen Pianistin waren Johann Sebastian Bachs „Präludium und Fuge in f-Moll“, Mozarts „Sonate D-Dur KV 576“, sowie die „Sonate in h-Moll“ und Auszüge aus den „12 Études d’exécution transcendente“ von Franz Liszt.

Bei ihren Darbietungen zeigte Hitaj, warum sie bereits zahlreiche Spitzenkomponisten in ihre Meisterkurse aufgenommen haben: Ganz weich gingen sanft-melodische und temperamentvolle, dynamische Passagen in ihrem Spiel ineinander über. Die Präzision und Mühelosigkeit, mit der ihr rasend schnelle Läufe gelangen, sicherte ihr bei ihren Zuhörern große Bewunderung – zumal sie die anspruchsvollen und überaus umfangreichen Stücke auswendig präsentierte.

Fasziniertes Raunen

Besonders begeisterten Applaus erhielt die 17-Jährige für ihr Liszt-Spiel: Bei der Darbietung der technisch schwierigen Klavierwerke ging mehrmals ein fasziniertes Raunen durch das Publikum.

Am Ende des Konzerts fiel die Bewertung der Pianistin dann auch einhellig aus: „Virtuos“ und „beeindruckend“ waren die am häufigsten verwendeten Adjektive, denen sich auch Johannes Esser, der musikalische und organisatorische Leiter der Cappella Villa Duria, anschloss.

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