Presse

zurück zur Übersicht

Interpretation wie aus einem Guss

Datum:26.11.2013
Zeitung:Dürener Zeitung
Die Musikschule beeindruckt mit ihrem Akkordeon-Konzert




Der Laie, der nicht so ganz in den neuesten Entwicklungen der Musikszenen zu Hause ist, staunte beim Konzert „Modernes Akkordeon“ der Musikschule Düren nicht schlecht. Hatte er – wie viele Menschen mit ihm – das Instrument Akkordeon bisher nur unter die Seinebrücken von Paris verbannt oder alten Filmen von der Waterkant mit Hans Albers zugeordnet, so wurde er spätestens beim Konzert beider Akkordeonorchester der Musikschule eines Besseren belehrt. Mit dem Akkordeon „gehen auch“ auch Barock, Klassik, argentinischer Tango und zeitgenössische Musik. 

„La Tregenda“ (Hexensabbat aus der Oper „Le Willi“) von Giacomo Puccini, arrangiert von Wolfgang Pfeffer, interpretierten die Instrumente mit den schwarz-weißen Tasten rechts und den runden Knöpfen links wie aus einem Guss. Auch die „Werziade III“ von Fritz Dobler überzeugte die Gäste im Haus der Stadt.

Schnelle und langsame Passagen, Crescendi und Descrescendi, lautes und leises Spiel mit viel Gefühl und virtuoser Technik überzeugten die Hörer von den variablen Einsatzmöglichkeiten der Instrumente. 

Dem Akkordeon auf den Leib geschrieben waren natürlich Werke des Argentiniers Astor Piazzolla. Das Quartett Andrea Nolte, Flügel, Jasmin Dell´Anna, Violine, Judith Robertz, Violoncello, und Holger Klose, Akkordeon, spielte „Invierno Porteno“ und „La Muerte del Angel“ des argentinischen Komponisten. 

Ein technisch sehr anspruchsvolles Werk dirigierte Herbert Nolte. Mit „Musik für Akkordeonorchester und Schlagzeug“ von Hans Josef Wedig dokumentierten die Musiker, dass das Akkordeon in jedem Musikgenre mithalten kann.

In „Milonga del angel“ von Astor Piazzolla, arrangiert von Hans-Günther Kölz, konnte Solist Joachim Locker seine Klasse beweisen. Als eine sehr eindrucksvolle Kombination zeigten sich Andrea Nolte mit dem Akkordeon und Bob Heuvelmans mit der Harfe. Sie interpretierten „Bordell“ aus den „Histoires“ von Astor Piazzolla. Aus der Feder desselben Komponisten stammt das Werk „Escualo“. 

Dass die Musikschule Düren für einen guten Nachwuchs im Bereich Akkordeon sorgt, konnten die Besucher an der Leistung des Jugend-Akkordeonorchesters ablesen. „Oliver Twist“, eine Suite in sechs Sätzen, von Sebastian Klein, und „Über Land und Meer“, komponiert von Adolf Götz, standen auf dem Programm. (bel)

zurück zur Übersicht