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Die Premiere für "Klein Chicago Ländchen"

Datum:14.11.2013
Zeitung:Dürener Zeitung
Schönes karnevalistisches Konzert zur Sessionseröffnung. Johannes Esser singt erstmals Grüngürtel-Lied.




Es war einer der wenigen bekannten alten Schlager, der beim Karnevalistischen Konzert zur Sessionseröffnung im Haus der Stadt nicht gespielt oder gesungen wurde, und doch hätte der Text so gut gepasst: „Nee, wat wor dat fröher schön doch in Colonia!“

Dass diese Veranstaltung auch zu den Schönsten im Dürener Karneval gehört, hat sich längst herumgesprochen. So war es kein Wunder, dass kaum ein Platz frei war, als Prof. Dr. Herbert Schmidt die Moderation des Abends begann, der von der Cappella Villa Duria, der Närrischen Akademie und der KG Närrische Norddürener präsentiert wurde. Er erinnerte daran, dass der Elfte im Elften ja auch der Martinstag ist, dass in Düren aber das Martinsfeuer vorgezogen war auf vergangenen Mittwoch. Der diensthabende Feuerwehrmann in der Leitstation sei damals ganz ruhig zu seinen Kameraden gekommen und habe gesagt: „ Ihr könnt Euch ja mal langsam fertig machen, eilt aber nicht. Der Brandort ist die Stadthalle.“

Kräftig mitgesungen
Musikalisch stimmten zunächst das Sinfonische Blasorchester der Musikschule Düren unter der Leitung von Renold Quade und gesanglich dann Birgit Breidenbach und Wolfgang Tombeux auf die kommende Session ein – wobei das Repertoire eher aus der Vergangenheit stammte, was dem Publikum glänzend gefiel. Es hatte alle Texte parat und hier und da wurden die Gassenhauer von Willi Ostermann, Ludwig Sebus oder Willi Schneider auch mehr oder weniger deutlich hörbar mitgesungen.

Als Running Gag tauchte ein Musikclown auf der Bühne auf, der sich als Running Gag den ganzen Abend lang mit dem Moderator auf vergnügliche Art und Weise kabbelte. Gerd Tull verblüffte nicht nur ihn mit immer neuen Instrumenten, die er teils angeblich im Baumarkt erworben hatte, teils einfach den Orchestermitgliedern stibitzte.

Wie er erhielt auch Jörg Runge als „Dä Tuppes vum Land“ langen Applaus. Dieser Redner glänzte ebenso mit scharfzüngigen gesellschaftskritischen Passagen wie mit herrlichem höherem Blödsinn.

Zurück nach Düren ging es mit den „Hofsängern der Cappella Villa Duria“, die neben karnevalistischen Evergreens auch das eher andächtig-nostalgische „Wenn es Nacht wird über Düren“ vortrugen.

Vor dem Finale präsentierte Professor Schmidt stolz das Ergebnis seiner Überredungskunst: Nachdem er ihn lange vergebens bekniet hatte, hatte sich der musikalische Leiter der Cappella Villa Duria endlich bereit erklärt, das Lied des Grüngürtels öffentlich zu Gehör zu bringen. So erlebten die Gäste die Premiere des Lieds „Klein Chicago Ländchen“, dargebracht von Johannes Esser. (kel)

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